Spielzeugdorf Seiffen

 

Der Kurort Seiffen wird auch als Spielzeugdorf bezeichnet. Der Bei-Name ist darauf zurückzuführen, dass seit Mitte des 18. Jahrhunderts in Seiffen und Umgebung Spielzeug aus dem Rohstoff Holz hergestellt wurde. Die hier günstig produzierte Ware, wurde per Fuhrwagen nach Leipzig und Nürnberg transportiert und von da aus weltweit exportiert.


Spielzeugdorf Seiffen

 

Zu den beliebten Produkten gehörten u.a. Holzsoldaten, Baukästen, Puppenstuben und Kaufmannsläden. Ein besonders exquisites Produkt war eine mit ca. 300 Holztieren bestückte Arche Noah. Die Tiere wurde mittels einer speziell in Seiffen entwickelten Technik, der sogenannten Reifendreherei, hergestellt. Aus Holz wurden auch Gebrauchsgegenstände wie z.B. Schüsseln und Knöpfe und ab Mitte des 19. Jahrhunderts weihnachtliche Erzeugnisse, wie z.B. Nussknacker, Räuchermänner und Leuchter produziert. Die Zeiten haben sich gewandelt. Heutzutage werden von den Kunsthandwerkern der Region fast nur noch diese damaligen Nebenprodukte der verarbeitenden Holzindustrie hergestellt. Jetzt sind es andere Länder, die den Spielzeugmarkt beherrschen. Preislich kann man mit der Konkurrenz aus Fernost hierzulande nicht mithalten. Es gibt nur noch wenige Unternehmen in der Region, die hochwertiges Holzspielzeug herstellen und verkaufen. So sind die Schaufenster der zahlreichen Geschäfte für erzgebirgische Volkskunst ganzjährig klassisch weihnachtlich dekoriert - mit beleuchteten Elementen wie Schwibbögen und Pyramiden sowie Holzfiguren wie Engel und Bergmann. Spielzeugartikel findet man selten in den Auslagen. An der Expertise der Handwerker liegt es nicht. In der ortsansäßigen Berufsfachschule werden Holzspielzeugmacher und Drechsler ausgebildet. In beliebten Ferienkursen werden auch externe Teilnehmer in den Techniken wie dem Drechseln unterrichtet.

Die Geschichte der Holzwaren- und damit der Holzspielzeugindustrie wird ausführlich in einem Fachmuseum, dem Erzgebirgischen Spielzeugmuseum, dargestellt. Dort gibt es über 3000 Exponate. Eine 6,30 m hohe Raumpyramide ist das wertvollste Ausstellungsstück. Daneben gibt es Vitrinen mit dem im 20. Jahrhundert sehr beliebtem Miniaturspielzeug. Gegenstände, wie z.B. Autos, Schiffe und Häuser sind so winzig, dass sie in eine Streichholzschachtel passen. Diese Miniaturen sind auch heute noch bei Sammlern sehr beliebt.

 

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