Weihnachtsdorf Erzgebirge

 

Kaum ein anderer Ort ist so bekannt für seine Handwerkskunst wie der der Kurort Seiffen. Zum ersten mal wurde der Ort 1324 urkundlich Erwähnt und im Jahr 1956 dann als Kurort Seiffen ausgezeichnet. Dieser ist die Heimat der Räuchermänner, Pyramiden, Nussknacker, Schwibbogen und Bergmann und Engel. Gerade in der Weihnachtszeit gibt es viele Bräuche und Traditionen die man einfach kennenlernen und miterleben muss. Wenn draußen alles märchenhaft verschneit ist und die Lichterbögen und Lichterengel an den Fenstern ihren Glanz erstrahlen. Seiffen wird nicht umsonst das Weihnachtsdorf genannt. Sehr liebevoll wird jedes kleine Häusschen im Ort geschmückt und dekoriert. Ein besonderes Highlight ist der Seiffener Weihnachtsmarkt, dort laden die ca. 60 liebevoll dekorierten Verkaufsstände mit Echt erzgebirgische Holzkunst, Holzspielwaren aus dem Erzgebirge, Kerzen und besondere kulinarische Köstlichkeiten zum bummeln ein. Höhepunkte sind z.b.:

  • die kleine Bergparade am ersten Advents Samstag
  • am 2. Advents Samstag um 17 Uhr der Lichterzug auf Bergbaupfaden
  • am 3. Advents Samstag die große Bergparade mit über 400 Trachtenträgern
  • am 4. Advents Samstag der Laternenzug zum Weihnachtsmann mit Bescherung.

Sie können auch die Kunsthandwerker besuchen und ihnen über die Schulter schauen oder sie mögen es eher etwas ruhiger, dann besuchen Sie doch mal die Bergkirche Seiffen. Sie ist auch gleichzeitig das Wahrzeichen des Ortes und ein sehr beliebtes Motiv der erzgebirgischen Volkstkunst. Der 1. Seiffener Weihnachtsmarkt wurde am 30.11.1991 eröffnet und schon an den Adventswochenenden zählte man 100.000 Besucher.

Hier ein paar wichtige Fakten über die Geschichte von Seiffen:

  • 1650 gab es die erste urkundliche Erwähnung eines Holzdrechslers.
  • 1699 brachte Johann Friedrich Hiemann als erstes seine Drechselwaren zur Messe nach Leipzig und stellte sie vor.
  • Um 1750 beginn der Spielwarenherstellung und entstehen von Wasserkraft Drehwerken 
  • Die Bergkirche wurde 1776-79 erbaut, vorher stand an diesen Ort eine Bergkapelle (1570-1776).
  • Bis 1833 wurde in dieser Kirche nur Quartalweise Gottesdienste gehalten, danach wurde Seiffen und Heidelberg von der Kirchgemeinde Neuhausen ausgepfarrt und wird eigenständige Parochie.
  • Das erste mal 1809 durften 4 Seiffener Drechsler ihre Waren auf dem Dresdner Weihnachtsmarkt verkaufen.
  • 1810 erste urkundliche Erwähnung  über die Reifendreherei
  • 1946 Gründung der Drechsler- und Spielwarengenossenschaft Seiffen mit 328 Mitglieder.
  • 1951 zusammenschluss der 4 enteigneten Spielwarenbetriebe, zum VEB “Seiffener” Spielwaren
  • 1953 das Heimat- und Spielzeugmuseum wird eröffnet Hauptstraße 73, auch im Haus zu sehen ist eine 6,30m hohe Pyramide aus dem Jahr 1936.
  •  im Jahr 1958 schlossen sich 13 Handwerker zusammen und gründeten eine Handwerkliche Produktionsgenossenschaft die PGH Seiffener Volkskunst, denn sie wurden auf staatlichen druck hin dazu gezwungen.
  • 1959 wurde die erste Schauwerkstatt eröffnet wo man den Handwerkern bei der arbeit zusehen kann.
  • In den Jahren 1972 bis 1987 wurden Seiffener Drechsler mit dem Titel „Kunstschaffender im Handwerk“ ausgezeichnet.
  • 2.5.1973 Eröffnung des Freilichtsmuseum (das Wasserkraftdrehwerk steht seit 1951 unter Denkmalschutz).
  • Mit der Eröffnung des Freilichtmuseums im Jahre 1973 feierte Seiffen zugleich sein 650igtes Jubiläum.
  • 1993 wurde die Sommerrodelbahn eröffnet, die Bimmelbahn fuhr zum ersten mal durch den Ort und das erste Spielzeugfest fand statt.
  •  Die Handwerksschau wurde 1995 eröffnet. Im darauf folgenden Jahr gehörten 150 Mitgliedsbetriebe, die über 3.000 Artikel herstellen, zur Dregeno Seiffen e.G.
  • 1996 der Holzspielzeugmacher wird offiziell als Lehrberuf anerkannt.
  • 1998 hatte Seiffen 2.946 Einwohner, 37 Volkskunstgeschäfte und 806 Gästebetten.

 

 

Adventskranz
Beispielartikel

Echt erzgebirgische Fensterbeleuchtung

Schwibbögen mit einer besonderen Dreiecksform
für schmale Fenster.

Mehr erfahren >